Reviews
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Babylove & The Van Dangos – On My Life
Sofort gefällt die charakteristische Stimme des Sängers, Daniel Broman, die wohl einzigartig ist. Und es ist wieder keine Scheibe, die gleich beim ersten Hören ins Blut geht – ein gutes Omen. Warum das so ist, kann ich gar nicht richtig erklären. Ein weiteres Kuriosum ist, dass mir die selbsternannten „Soldiers of Ska und Rocksteady“ live weniger gut gefallen haben, als auf der Scheibe, was jedoch auch ein situativer Zufall sein kann. Weiter zum Silberling: Ab geht die wilde Fahrt über Ska, Reggae und Rocksteady; und das wie immer sehr beschwingt und melodiös unter dem Titel „On My Life“. Mit Soul- und Jazzelementen gespickt ist es wieder eher eine „feine“ Produktion,…
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Berlin Boom Orchestra – Kopf -Stein-Pflaster
Hier ist es nun also endlich, das dritte Album der Boomer aus dem dicken B. Die 9 Musiker aus Berlin widmen sich nun schon seit nahezu 10 Jahren dem deutschsprachigem Reggae, gewannen 2009 das deutsche Finale des European Reggae Contest und mit Ihrem Album „Hin und Weg“ (2010) die ersten Preise für Beste Reggaeband und Bestes Reggaealbum beim Deutschen Rock&Pop Preis 2010. Für Fans der eher traditionellen Skamusik dürfte dieser Longplayer mit seinen 17 Titeln erst einmal eine Herausforderung werden aber wer sich traut wird belohnt. Musikalisch auf höchstem Niveau nimmt uns die Band mit auf eine ruhige Reise ins Reich von Reggae und Dub wobei sich auch immer wieder…
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Port Royal – Royal Flush
Zum neuen Album von Port Royal gibt es diesmal 2 Reviews, eins von AlCapone von Skaworld und das andere von DerDUDE von DerDude-Goes-Ska.de: Die Musik Port Royal mag ich schon seit ihrem 1. Album „Spam“, das damals noch im Selbstverlag erschien. Nun folgt sozusagen das erste „echte“ Album mit dem Titel „Royal Flush“, mit dem Ziel, die „bestmögliche erreichbare Hand“ auf einen Silberlinge zu brennen. Ihr Ska, mal rockig, mal melodisch wird geprägt von Lady Arianes ausdrucksvoller Stimme, die von den griffigen Bläsersätzen perfekt untermalt wird. Die Soundqualität des neuen Albums überzeugt und beweist, das Port Royal nicht nur exzelente „Live-Musiker“ sind, sondern sich auch im Studio gut zurecht finden.…
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Bad Nenndorf Boys – Noch ne Runde
Eigentlich kaum zu glauben, Bad Nenndorf ist eine 10.000 Seelengemeinde in Niedersachsen. Sechs Ska-Punk-Musiker taten sich dort zusammen, um einem Mix aus Ska, Punk-Rock und Reggae zu huldigen. Konstant und produtiv sind sie mit ihrem fünften Album „Noch ne Rundeˮ in jedem Falle. Zwar wird hier kein Stil neu erfunden, jedoch eine sehr saubere Scheibe abgeliefert. Mit rein deutschen Texten, guter, mal nicht rauchiger Stimme und geradlinig gespielten Bläsern geht die Reise ab über 15 Songs, die sich textlich eher sehr lebensweltlichen Dingen widmen. Irgendwie schon sehr brav, wenn es heißt „Wer nicht tanzt ist doofˮ oder „Noch nen Schnaps, noch nen Bier, denn warum glaubt ihr sind wir hier…
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Ratatouille – Offbeat Disko Counter Movement
Da kommt die dritte Scheibe „Offbeat Disko Counter Movement“ der Ratatouille aus dem Pott und verspricht zunächst einen quirligen „Diskoabend“, stampfende „Polka-Ausraster“ und einen feurigen „Raketenschub“. Ob das die kluge Presseinfo für so eine CD ist, seie mal dahingestellt. Klar sind auch fetzige Stücke dabei, schneller Offbeat, aber insgesamt kommt das dann doch recht seicht herüber und klingt eher wie traditional Ska in modernem Gewand. Begleitet durch die Orgel, sind Swing, Dub und Rocksteady immer mal wieder im Spiel. Statt ohrenbetäubender Gitarrenriffs gibt es die schrille Orgel um die Ohren und geschmeidige Bläser, die den Sound sanft in gediegenen Instrumentalklänge wiegen. Nicht falsch verstehen. Das kann auch ganz interessant klingen,…
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Rotterdam Ska-Jazz Foundation – Knock Turn All
Ja wie fett ist das denn? Da nimmt man schon etwas enttäuscht die Scheibe in die Hand, weil es nur vier Stücke beinhaltet, legt sie ein und … Bääähm! Song eins ist eines der fettesten Instrumentals, das ich je gehört habe. Da prescht so ziemlich alles in die soundtechnische, erste Reihe, was da ist. Wahrscheinlich klappert selbst noch derHausmeister mit der Studiotür im Takt. Unterbrochen von etwas seichterem Offbeat, geht es aber wieder rasant ab, als wenn ein 100-köpfiges Orchester vor einem steht. Klingt etwas wie kleine Meereswellen, die sich letztlich in einer Riesenwelle vereinen und mächtig am Strand zusammenbrechen und den Sand deftig aufwühlen. Manchmal wirkt es auch wie…
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Ska, Ska, Skandal – No. 6
Nicht nur technisch, sondern auch spielerisch hat sich die deutsche Ska-Musik seit den 90er Jahren mächtig ins Zeug gelegt und fast durchweg sehr hörenswerte und tanzbare Produktionen abgeliefert. Live oft nicht weniger beeindruckend! Umso erfreulicher, dass das Label Pork Pie diese Tatsache seit 1989 mit dem Sampler „Ska, Ska,Skandal“ nahezu dokumentarisch beegleitet. Nun zum 6. Male! Der Zeitpunkt ist sicherlich nicht ganz zufällig, denn das Pork Pie Label feiert sein 25-jähriges Jubiläum. Die meisten, vertretenen Bands haben ähnliche Jahre auf dem ollen, musikalischen (Bühnen-)Buckel. Mit den traditions- wie erfolgreichen Skaos, Dr. Ring Ding, El Bosso & Die Ping Pongs, The Butlers, Blechreiz oder The Frits sind schon mal DIE großen…
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Big Banders – Dead Right
Eine ganz schön steife Brise kommt da vom frischen Norden herunter geweht. Besser gesagt aus der Ecke Hamburg / Kiel. Daher kommen die neunköpfigen Big Banders, die sich nach fast zehn Jahren wieder die Ehre geben, einen Longplayer der Öffentlichkeit zu präsentieren. Seit dem Gründungsjahr 1998 ist dies die dritte Scheibe. Mit zwölf Songs kommt „Dead Rightˮ schon mal recht breit aufgestellt daher. Dem geneigten Rezipienten erwartet eine Menge Ska in verschiedensten Varianten. Mal eher im rhythmischen 2-Tone-Gewand, mal im softeren Reggaestile und wiederum mit schon fast klassischen Ska-Punk-Showdowns, inklusive viel deftigem Gitarrenfeuer und blechernen Bläsergetöse. Betörender Offbeat mit fetter, rauchiger Stimme und kompakter Bläserfraktion trifft es auch. Trompetensoli in…
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Minni The Moocher – Morgen Neu
Das Berliner Skapunk-Ensemble „Minni The Moocher“ veröffentlichten im April diesen Jahres Longplayer Nummer 3. Nach 6 Jahren melden sie sich mit dem Album „Morgen Neu“ auf dem Plattenmarkt zurück. In mehr als 10 Jahren hat sich ihr Sound weiterentwickelt, wobei sie ihrer vielfältigen Mischung aus Ska und Punk immer treu geblieben sind. Zwischen dem Opener „Was geht ab“ und der Hymne über ihre Heimatstadt „Mein Berlin“, die das Album beendet, ist das es gut gefüllt mit „Moocher“-typischen Songs mit lebensnahen deutschen Texten und einängiger Blasersektion. Ihre neue Scheibe ist deshalb nicht nur für Skapunkfans hörenswert. Hörproben: Zwei komplette Songs zum Probehören gibt es bei Soundcloud. Trackliste: 1 Was geht ab2 Besserwisser3…
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Los Placebos – Time For Action
Sicherlich einer der ältesten Ruhrpottskabands geben sich die Ehre, nach sage und schreibe elf Jahren, ein weiteres Album zu präsentieren. In über 20 Jahren, nach dem Debütalbum „Dispensor“ (1998) und „Respect Is Due“ (2004), nun immerhin ihr drittes Album „Time For Action“. Da liegt es irgendwie auf der Zunge, zu sagen: „Das wurde aber auch Zeit“. Zur Entmystifizierung ist allerdings zu bemerken, dass in der Zwischenzeit einige Singles und EPs aus den musikalischen Tiefen des Reviers die Ohren der Welt erreichten. Die achtköpfigen Los Placebos stehen für soliden Ska aus dem Pott, der gerne mal kleine Ausflüge in den Reggae, Rock Steady, Pop oder auch Soul zulässt. Die deskriptiven, verbalen…





