Reviews
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Sidewalk Surfers – Dinner For Sinners
CD-Info: Die Sidewalk Surfers sind eine junge Band aus Saarbrücken und stellen nach ihrer Debüt EP dieses Jahr ihr Album vor. Zu hören sind darauf 11 Songs mit einer Mischung aus Skatepunk und Melodycore die mit klassische Zutaten wie Reggae-Vibes mit Orgel und Off-Beat-Elementen ergänzt werden. Durch den insgesamt schnelle Punksound und der rauhe Gesangstimmestimme läßt sich die Band dennoch mehr als Punk und weniger als Skapunk einorden. Mit dem Song „Self Inflicted“ schaffte es nur ein „richtiger“ Skapunk-Song mit Gebläse in die Tracklist. Vielleicht lässt dieser Song aber erahnen, was die Jungs aus dem Saarland in nächster Zeit noch alles vorhaben und wo dir Reise hingehen soll! Wer gern…
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Skassapunka – Adelante
CD-Info: Die italienische Sound-Troika könnte fast charmant Talskatidos heißen. Eine linguistisch-kubistische Melange aus Talco, Skassapunka und Los Fastidos. Eine gewisse Ähnlichkeit der Stile ist auch nicht von der Hand zu weisen, gehen Sie doch weitgehend gemeinsam den lauteren Weg des flotten Ska-Punk mit deutlich politischen Texten. Gerade erst 2017 haben Skassapunka ihr drittes Album „Rudes Against“ rausgehauen, da kommt schon der nächste akustische Schmaus in italienisch-englischem Sprachgewand. Immerhin sechs neue Titel sind dabei, während die weiteren fünf Songs remastered wurden. Warum nicht, denn es gibt etwas Besonderes zu feiern: 10 Jahre Skassapunka! Zehn Jahre faszinierende Variationen zwischen softerem 2-Tone und krachendem Ska-Punk, wobei hier, neben den Uptempo-Stücken, auch immer wieder…
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Leuchtstoffmöhre – EP
CD-Info: Das ist instrumental und stimmlich mal richtig erfrischend und unkonventionell, ähnlich wie der Bandname. Mit Song eins „Böller“ geht das bunte Feuerwerk los: „Bam, bam, bam …“. Mit melodischer und durchschlagender, etwas schriller, weiblicher Stimme geht es selbstbewusst durch die Uptempo-Songs. Schön! Fetzig und gut gespielt mit deutschen Texten „peng“. Kleine Erinnerungen an die Neue Deutsche Welle kommen einem schon in den Sinn. Das hat ganz schön Power, wenn es rasant durch die, leider nur fünf Songs geht, die von schnellem Ska, Rock und Punk geprägt sind, ohne den klassischen Ska-Punk zu bedienen. Das auf dem Cover mal der Drummer vergessen wurde oder die Zeitangaben leicht futuristisch daherkommen ist…
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The Nutty Boys – Got Your Dancing Shoes
CD-Info: Es erinnert leicht an die zahlreichen, coolen Ska Jazz Ensembles, die sich global in der Musikwelt tummeln. Was hier im März 2018 erscheint, kommt von einer Freiburger Band, die gerade mal zwei Jahre jung ist und mit „Got Your Dancing Shoes” ihr Debutalbum feiert: The Nutty Boys. Sechs Musiker, die richtig Bock auf Ska-Jazz mitbringen und die Instrumente packend zum Leben erwecken. Das erfahrene Set stellt sich recht international vor: USA, Germany, Japan, Australia, Bavaria und Black Forest. Ähm, Bavaria? Black Forest (Schwarzwald)? Da scheint der ein der andere Exit an mir vorbei gegangen zu sein. 😉 „Got Your Dancing Shoes” ist auch die Aufforderung, das Tanzbein zu schwingen…
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The Bennies – Natural Born Chillers
CD-Info: Gestartet ist die Scheibe „Natural Born Chillers“ im Februar 2018. „Nach hunderten völlig zerlegten Clubs …“ so der Pressetext, erwartet man natürlich jetzt den absoluten Hammer. Ein Feuerwerk zwischen Ska, Punk, Elektro und Crossover kommt auf uns zu. Nach der ersten Hörprobe glaube ich dem Text des Labels und den vier Australiern sogar, fast. Aber acht Songs sind jetzt dann auch erst mal eher mager. Da muss doch mehr aufgenommen worden sein, als die Jungs die großen Bühnen der Welt geentert und „geschrottet“ haben. Oder war das Equipment nach den Pogo-Exzessen schon so defekt, dass keine weiteren Aufnahmen möglich waren? Und ich glaube, dass sie gar nicht so böse sind,…
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Toxkäpp! – e quante Sprong
CD-Info: 2-Tone Ska aus Luxemburg mit einer über 22-jährigen Bandgeschichte, die wohl einigen verborgen geblieben ist. Ursprünglich im Punkrockstil unterwegs geben die acht Musiker nun der 2-Tone Aera der 70er und 80er Jahre neue Nahrung für deren Auferstehung im Kleinstaat mitten in Europa. Stilistisch legen die „Dickköpfe“ gleichermaßen Wert auf bedeutungsschwangere Texte und authentischen Sound. Das gefällt ebenso wie die gleichbleibende Konstanz der Qualität. Da steckt eine Idee hinter, ob man sie mag oder nicht. An den heimischen Dialekt muss man sich einfach dann doch noch gewöhnen. Aber so wirkt es natürlich auch wesentlich authentischer. Die neue Scheibe „e quante Sprong“ beinhaltet 12 Songs, die durchgängig die etwas seichtere Variante…
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Announced Revolution – Weiter Geht’s
CD-Info: Zehn Jahre aRevo. Ich erinnere mich an längst vergangene Zeiten, wo ich dachte, deutschsprachiger Ska geht gar nicht. Angekommen im spätpostmodernen 21. Jahrhundert geht auch mal luxemburgischer Akzent (siehe Toxkäpp!) oder hier der Wiener Dialekt. So etwas ungewohnt bleibt trotzdem beides. Nach 2010 „Eskalation“ und 2013 „Orangen Album“ nun im Dezember 2017 „Weiter Geht’s“. Die neun Wiener Jungs machen weiter so. „Weiter Geht’s“ mit 14 Strizzi-Songs im Ska-, Reggae-, Rocksteady- und Pop-Punk-Jazz-Gewand (wie ich diese gruseligen Zungenbrecher hasse). Die Musik käme nicht aus dem schönen Wien wäre sie schnell, übertönend oder laut. Nein sie ist eher leise, voller Tiefgang in Gedanken an den Strizzi, der Wiener Seele in Person,…
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Talco – And The Winner Isn’t
CD-Info: Vielleicht liegt es an meinem gehobeneren Alter, aber manchmal finde ich im diffusen Zeitalter, wo alles immer und überall geht, eine gewisse Konstanz ganz nett. Und dafür stehen Talco aus Marghera, Venedig. Ihnen scheint die Luft nie auszugehen, die sozialkritischen Themen schon gar nicht. Auch auf der neuen, siebten Scheibe „And The Winner Isn’t“, die am 23. Februar 2018 erscheint, geht es wie gewohnt laut, unaufhaltsam und kompromisslos in die nächste musikalische Ska-Punk-Runde. Combat Ska halt, so der eigens bezeichnete Musikstil. Nach „Silent Town“ (2015) ein erneutes Lebenszeichen der sechsköpfigen, italienischen Band, die bereits seit 2001 die Musikwelt und Politik durch- und aufwühlt. Nein Filigranität ist nicht angesagt. Wie…
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The Tips – Come Closer
CD: The Tips gehörten für mich schon 2016 zu meinen persönlichen Top-Neuentdeckungen. Die Scheibe „Twists’n’Turns“ hat mich schwer beeindruckt. Als ich die drei aufgedrehten Düsseldorfer auch noch live im Kölner Underground erlebt habe, war die musikalische Liebe besiegelt. Das Gefühl hätte allerdings auch schon früher eintreten können, denn es war bereits ihre dritte Scheibe. Dann der Schock im April 2017, den ein erfolgreiches, aufstrebendes und junges Rock-Reggae-Trio nun gar nicht gebrauchen kann. Gründungsmitglied, Sänger und Hammergitarrist Aljoscha „Ali“ Thaleikis verabschiedet sich schweren Herzens aus der Band. Und nun? Die prägende Stimme und akustisch, visuelle Einheit von Sänger und Gitarre war sicherlich auch ein Markenzeichen. Für ein „Kopf in den Sand…
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The Offenders – Heart Of Glass
CD-Info: Mit „Heart Of Glass“ präsentiert das sprudelnde Quartett, bestehend aus zwei deftigen Gitarren, einem dumpfen Bass und Drums, ihr neues Soundwerk bestehend aus 14 fetten Songs, die es, wie immer krachend, mit penetrantem Gitarren-Offbeat in sich haben. Uptempo Offbeat plus Punk trifft es perfekt. Nicht nur, weil ich sie öfters live gesehen habe, und den quirligen, kleinen Sänger Valerio sehr mag, geht mir alleine beim ersten Hören wieder mein Punk-Offbeat-Herz auf. Krasse, schrille Stimme immer wieder untermalt mit choralem Gesang und starken Gitarrenriffs. Umschalten auf klirrenden Offbeat und wieder zum langsameren Gesang. Das ist das Spiel. Für feine Ohren ist das weniger etwas. Das Ganze klingt letztlich irgendwie doch…





